Feuerkreis Lieder Die Weber - Kommentar

Der Weberaufstand
Der Text ist ein Gedicht von Heinrich Heine und handelt vom Weberaufstand und den Hungerrevolten der schlesischen Weber in Peterswaldau, Kaschbach und Langenbielau (4.-6. 6. 1844). 3000 Aufständische zerstörten Maschinen und Bücher der Fabrikanten und Verleger und wehrten sich damit gegen miserable Lebens- und Arbeitsbedingungen.
Der Weberaufstand war die erste proletarische Erhebung in Deutschland mit überregionaler Bedeutung. Er wurde von preußischen Truppen blutig niedergeschlagen.
Zur sozialen Lage der Weber in der damaligen Zeit
Die Weber waren von den reichen Fabrik- und Handelsherren abhängig. Diese zwangen sie, für einen Lohn zu arbeiten, der sie am Hungertuch nagen ließ.

Während die Armen in Armut und Abhängigkeit versanken, wurden die Reichen immer reicher. Die Weber klagten über den jämmerlichen Verdienst und die anstrengende Arbeit. Dadurch, daß die Fabrik- und Handelsherren fortwährend den Lohn herabsenkten, machten sie es den Webern unmöglich, sich von ihnen zu befreien. Durch die weiten Reisen zum Abliefern der Ware mußte die Familie oft 1 1/2 Tage nur mit einer Kartoffelsuppe auskommen.

Fürst Metternich, der vollstreckende Diktator des Deutschen Bundes, hatte nun schon 33 Jahre mit Polizeistaatmethoden die Deutschen daran gehindert, ihren nationalen Freiheitswillen zu erfüllen. Dies und Mißernten in den letzten Jahren und soziale Probleme durch die beginnende Industrialisierung waren Ursache für die wachsende Unruhe. 1844 kommt es zu einem Hungeraufstand der schlesischen Weber, der vom Militär blutig erstickt wird. Für die hungernden und frierenden Weber in Schlesien werden Sammlungen veranstaltet.

Text & Akkorde

Quelle: Basti, Pfadfinderbund Horizonte