Feuerkreis Lieder Die Weber
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Im düstren Auge keine Träne.      Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne.
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Alt-Deutschland, wir weben dein Leichentuch,    wir weben hinein den dreifachen Fluch.
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Ref.: Wir weben, wir we - ben.

Ein Fluch dem Gotte zu dem wir gebeten in Winterskälte und Hungersnöten. Wir haben vergebens gehofft und geharrt; man hat uns geäfft, gefoppt und genarrt.

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen. Den unser Elend nicht konnte erweichen; der den letzten Groschen von uns erpreßt und uns wie Hunde erschießen läßt.

Ein Fluch dem falschen Vaterlande, wo nur gedeihen Schmach und Schande. Wo jede Blume früh geknickt, wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt.

Das Schifflein fliegt, der Webstuhl kracht. Wir weben emsig Tag und Nacht. Alt-Deutschland wir weben dein Leichentuch, wir weben hinein den dreifachen Fluch.


					
Worte	Heinrich Heine	 	Kontext		FUS	46
Weise	Jörg Ermisch		DFB		SJ	39
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